Starribbon - Gemeinsam gegen Doping
Im Zeichen der grünen Schleife - Experten und Profisportler gemeinsam gegen Doping

Eine hochkarätige Runde traf sich am 31.3.2010 in Kramsach, um über Einladung des Turnverein Kramsach und der Sportunion Tirol in einer öffentlichen Veranstaltung das Thema "Doping im Sport" zu erörtern.
Die Sportunion Österreich hat sich zum Ziel gesetzt, eine breite Initiative für einen sauberen Sport und gegen Doping zu starten. Das Ziel lautet: Nicht verunsichern und Angst machen, sondern aufklären und informieren.
In erster Linie sollen Vereine angesprochen werden, denn Spotvereine übernehmen gesellschaftlich eine Schlüsselposition. So wie die Kinder und Jugendlichen das Umgehen mit Sieg und Niederlage im Verein kennenlernen, so werden sie sich sowohl im Leistungssport als auch im täglichen Leben verhalten. Doping ist Betrug an sich und seinen Mitbewerbern.
Das Thema betrifft Profi- und Freizeitsportler gleichermaßen.
In Kramsach gaben der Radprofi Thomas Rohregger, die Profi Triathletin Eva Dollinger und der Kunstbahnrodler Tobias Schiegl einen Einblick, wie ihr Sportlerleben von den strengen Bestimmungen der nationalen und internationalen Doping Behörden bestimmt wird. So müssen, zumindest alle Spitzensportler, der Doping Agentur für jeweils 3
Monate im Vorhinein melden, wo sie sich aufhalten und an welchen Wettkämpfen sie teilnehmen werden. Kontrollen sind grundsätzlich rund um die Uhr möglich (national unterschiedlich) und wir haben gehört, dass unsere Gäste diese auch zu unchristlichen Zeiten bereits über sich ergehen lassen mussten.
Trotz dieser teils massiven Eingriffe in die Privatsphäre der einzelnen Sportler waren sich alle Athleten einig: "Doping hat im Sport nichts verloren".
Mag. Mader von der nationalen Anti Doping Agentur informierte über die gesetzlichen Gegebenheiten, MMMag. Thoma befasste sich mit ethischen Fragen zur Begründung eines Doping Verbotes.
Besonders plastisch und eindringlich äußerte sich Dr. Moosburger, Facharzt für Innere Medizin und Sport- und Ernährungsmediziner zu gängigen Dopingmitteln und Dopingmethoden im Sport. Erschreckend dabei war die Erkenntnis, welche gesundheitlichen Schäden Doping anrichten kann und wie verbreitet Doping im Breitensport ist.
Nach einer angeregten Diskussionsrunde der Experten und Spitzensportler, bei der auch das Publikum Fragen stellen konnte, wurden alle Teilnehmer eingeladen, die Charta gegen Doping zu unterzeichnen.
Fotos: Mag. Mario Webhofer